Wohn- und Geschäftshaus Pilatushof Luzern

  • Auftraggeber
    Stadt Luzern, Immobilien
  • Verfahren
    Projektwettbewerb für Investoren und Architekten, 2020
  • Programm
    Wohn- und Geschäftshaus
  • Investor
    Anliker AG, Generalunternehmung, Emmenbrücke
  • Wettbewerbsteam Masswerk
    Benedikt Rigling, René Bosshard, Fernando Rodriguez Llorente, Manuel Silva
  • Bauingenieure
    Lüchinger + Meyer, Luzern
  • Fassadenplanung
    Mebatech, Baden
  • Landschaft
    Raymond Vogel, Zürich
  • Visualisierung
    Filippo Bolognese Images

Bis heute ist der Pilatusplatz kein wahrnehmbar gestalteter, städtischer Platz mit Aufenthaltsqualitäten, sondern vielmehr ein intensiv genutzter Knotenpunkt im öffentlichen Verkehrsnetz. Die verkehrsreichen Strassenachsen mit den historischen Relikten am Mühlebachweg, prägen diesen Ort und begrenzen die Weiterentwicklung und Ausdehnung der Luzerner Innenstadt. Die räumlichen Bezüge zwischen dem historischen dreieckigen Platz und dem Mühlebachweg sowie die heute bestehenden städtebaulichen Rahmenbedingungen bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung des städtebauliches Konzeptes zu einem Konzept der Höfe am Pilatusplatz: Der «Pilatushof» als neues Geschäfts- und Wohnhaus, der «Mühlebachhof» als neuer Aussenraum mit Bezug zum «Stadtatrium» am Pilatusplatz. Als Verbindungsstück im Städtebau klärt das neue Gebäude die Planungsgeschichte indem folgerichtig an der rasterförmigen städtebaulichen Planung als Blockrand weitergebaut wird. Während das neue Gebäude mit seiner hohen Fassadenqualität und mit seiner volumetrischen und gestalterischen Strahlkraft das neue Erscheinungsbild am Pilatusplatz prägt, kann die subtile Figur des Erdgeschosses und der Fassadenausrichtung die alten Bezüge im Aussenraum artikulieren. Das 35 m hohe Gebäude ist weniger ein Hochhaus als vielmehr eine markante Gebäudeecke, welche sich aus dem Sockelbau entlang der Obergrundstrasse entwickelt und als Hochpunkt den Dialog mit den Monumenten der angrenzenden Altstadt aufnimmt.