Sekundarstufenzentrum Burghalde Baden

  • Auftraggeber
    Stadt Baden, Planung und Bau
  • Verfahren
    Anonymer Projektwettbewerb im selektiven Verfahren, 1. Preis, 2013
  • Planung & Realisierung
    2015-2021
  • Wettbewerbsteam
    René Bosshard, Matthias Baumann, Judith Hopfengärtner, Martina Wäckerlin
  • Projektteam
    René Bosshard, Benedikt Rigling, Judith Hopfengärtner, Maya Gunz, Maria Behr, Friederike Arck, Martin Stettler, Thomas Seiler, Boris Kanka, Livio Wyrsch, Franziska Gallien
  • Kunst am Bau
    Christian Kathriner
  • Landschaftsarchitekt
    Raymond Vogel Landschaften AG
  • Fachplaner
    Bless Hess AG, Leimgruber Fischer Schaub AG, Scherler AG, Bakus AG, Siplan AG, Virtually Audio GmbH, Planbar AG, Lichtbau GmbH,  Edelmann Energie AG, PBK AG

Ein umfangreiches, komplexes Raumangebot für etwa 1000 Schüler wird innerhalb eines historischen Parks mit wertvoller, teils denkmalgeschützter Bausubstanz verwirklicht. Neben der bedeutenden Villa Burghalde (Karl Moser, 1904) wird der Gesamteindruck durch das ebenfalls unter Schutz stehende, architektonisch wertvolle Schulgebäude (1927) von Otto Dorer massgeblich geprägt. Das Projekt stellt den ursprünglichen Charakter und die Grosszügigkeit des ehemaligen Parks von Evariste Mertens wieder her und macht die gewonnenen Qualitäten für das neue Schulzentrum nutzbar. Ein grüner Freiraum bildet das räumliche Zentrum der Anlage und kann durch die angelagerten Nutzungen zu einem intensiv erlebten Begegnungsraum und zu einer Oase des Auftankens und Sich- Zurückziehens werden. Geschnittene Hecken und Spaliere säumen die Stützmauern brüstungshoch, so dass von unten das Bild eines gestaffelten, geschlossenen Grünraums entsteht. Die lange, regelmässige dreigeschossige Fassade und der imponierende Turmbau des Schulhauses Burghalde I sind bereits wenige Schritte nach Betreten des Areals sichtbar. Zwei neue, sorgfältig proportionierte Bauten treten fünf- bzw. viergeschossig als klare Volumen auf beiden Seiten des Parks in Erscheinung und flankieren den terrassierten Aussenraum vor der Villa. Sie beinhalten die clusterartig organisierten Unterrichtsräume und die Fachschulzimmer. Entlang dieser Ebene ist ein doppelgeschossiger Bau mit Pausenhalle und Mensa dem Schulhaus Burghalde I vorgelagert. Der grosszügige, hohe, zusätzlich durch Oblichter erhellte  Raum entlang des Pausenplatzes bildet den Mittelpunkt der Schulanlage und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Während das Projekt bei der Positionierung und Ausgestaltung der einzelnen Gebäude Massstäblichkeit und Intimität  anstrebt, soll hier die Idee der „Schule unter einem Dach“ sichtbar werden.