Restaurant Tivoli Luzern

  • Wettbewerbsverfahren
    Offener Projektwettbewerb 2016
  • Verantwortliche Partner
    René Bosshard & Benedikt Rigling
  • Projektteam
    Judith Hopfengärtner (PL), Esther Vonwil, Franziska Gallien, Laura Kälin

Die privilegierte und exponierte Lage im ufernahen Wasser stellt besondere Anforderungen an das neue Gebäude. Das Gebäudevolumen soll sich in den Kontext der Uferbebauung einfügen und den Typus einer Baute am Wasser verkörpern. Gleichzeitig soll es ein eindeutiges und markantes Gesicht besitzen, mit einem hohen Wiedererkennungswert aus der Ferne, vom Wasser aus, und auch bei Nacht. Insbesondere bezogen auf die Nutzung als ein Ort der Erholung und des genussvollen Verweilens soll es eine ferienartige Stimmung von Fernweh, Erholung, Ausgelassenheit und Feierlichkeit ausdrücken.

Die Wirkung des neuen Gebäudes wird bestimmt von einer prägnanten aussenliegenden Tragstruktur, die mit raumbildenden Elementen an den notwendigen Stellen verkleidet oder transparent abgeschlossen wird. Der Stahlbetonskelettsbau inspiriert sich zum einen an ingenieursmässigen Wasserbauten auf massiven Pfählen, die durch ihre Mehrgeschossigkeit einen strukturbetontere und dauerhaftere Erscheinung besitzen als die bekannten, meist  eingeschossigen, holzverschalten Boots-und Badehäuser.

Die prägnante Struktur wird ergänzt durch feingliedrige und feinmaschige Füllelemente, die in hohem Masse auf unterschiedliche Lichtstimmungen reagieren und naturhafte Assoziationen evozieren. Bilder entstehen von Bäumen und Ästen, mit Blättern bedeckt, deren Wirkung tagsüber wie auch in der Nacht fasziniert. In der Nacht entfaltet das Gebäude eine laternenartige Wirkung.

Das Grundrisslayout gewährt höchstmögliche Transparenz mit grosszügigen Durchblicken auf das Wasser und in die Gasträume. Um einen inneren Kern mit «dienenden» Räumen sind die Gasträume (grosser Speisesaal im EG, Terrasse und Clubraum im OG) angeordnet. Sie profitieren von den bevorzugten Aussichtslagen Richtung See und zum – im Abendlicht und bei nächtlicher Beleuchtung besonders attraktiven – Luzerner Hafenbecken. Entlang des Bootssteges befindet sich nordostseitig eine schmale Raumschicht mit Garderoben und Sanitärbereichen für den Yachtclub und die Restaurantbenutzer.