Neubau Schulhaus Staffeln Luzern

  • Auftraggeber
    Stadt Luzern
  • Wettbewerbsverfahren
    Offener Projektwettbewerb 2016: 3. Preis
  • Verantwortliche Partner
    René Bosshard & Benedikt Rigling
  • Projektteam
    Judith Hopfengärtner (PL), Antonia Forster, Laura Kälin
  • Landschaftsarchitektur
    freiraumarchitektur GmbH (Luzern)
  • Haustechnik
    PB P. Berchtold Ingenieurbüro für Energie & Haustechnik (Sarnen)
  • Bauphysik/Akustik
    BAKUS Bauphysik & Akustik GmbH (Zürich)
  • Visualisierung
    Atelier Brunecky (Zürich)

Die neue Schul- und Sportanlage Staffeln liegt zentral im Luzerner Stadteil Reussbühl, inmitten eines heterogenen Quartiers mit Wohnbauten unterschiedlicher Geschossigkeit und Dichte, sowie mit einer bewegten Topographie.
Der Neubau soll zu einem Identifikationspunkt für das ganze Quartier werden und über die Schulhausnutzung hinaus attraktive Nutzungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Einwohner bieten. Der architektonische Ausdruck unterstreicht mit einer dauerhaften und wertigen Materialität die öffentliche Bedeutung dieses Gebäudeensembles.
Die volumetrische Setzung der neuen Anlage entwickelt zunächst die Identität und wichtigsten aussenräumlichen Eigenschaften der bestehenden Situation weiter. Zwei Gebäudekörper bilden miteinander einen leicht stumpfen Winkel und definieren so klare Freiräume zur Strasse und Nachbarbebauung.
Im Unterschied zum bestehenden Schulhaus entsteht zwischen den beiden neuen Körpern ein Durchgang vom strassenseitigen Platz zum rückwärtigen Sport- und Landschaftsbereich. Eine Freitreppe nimmt dort den Geländeversprung auf. Die Durchlässigkeit der Konfiguration setzt sich im Innern fort, mit Durchblicken und  Eingängen von mehreren Seiten, die das dichte Wegenetz des Quartiers und die unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten berücksichtigen.
Die Unterrichtsgeschosse sind so gestaltet, dass dem Bedürfnis nach Beheimatung und Identität innerhalb einer möglichst offenen und nutzungsflexiblen Struktur entsprochen wird. Im 1. und 2. OG befinden sich jeweils drei Unterrichtsabteilungen, die als Lernlandschaften ausgestaltet werden können: Um eine gemeinsame, frei möblierbare Mitte gruppieren sich vier Klassenzimmern und zwei Gruppenräumen, dazu der Lehrerarbeitsbereich, ein Materialraum sowie fest zugeordnete WC-Anlagen.
In den Fassaden kommen die unterschiedlichen Typologien und Nutzungen der beiden unterschiedlichen Gebäude zum Ausdruck. Das Primarschulhaus zeigt sich zum Platz als regelmässiger dreigeschossiger Bau mit zwei Unterrichtsgeschossen und gleichmässigem Fassadenrhythmus.  Das zweite Gebäude kombiniert die Dreifachhalle mit einem multifunktionalen Kopfteil. Die Materialisierung mit  teils ornamental eingesetztem Sichtbacksteinmauerwerk und das Motiv der horizontalen Bänder aus vorfabriziertem Beton verleihen dem Ensemble einen einheitlichen, wertigen und ruhigen Ausdruck.