Alterszentrum St. Anna

  • Auftraggeber
    St. Anna Stiftung, Luzern
  • Verfahren
    Projektwettbewerb auf Einladung 2016
  • Realisierung
    2018-2021
  • Fachplaner
    Raymond Vogel Landschaften, Emch+Berger WSB AG, Peter Berchtold Ing. Büro für Energie- und Haustechnik, Rebsamen Elektroplan AG, Amstein + Walthert Luzern AG, Martinelli & Menti AG, Siplan AG, Reflexion AG, Komform GmbH, Büro für Bauökonomie AG 
  • Wettbewerbsteam
    René Bosshard, Matthias Baumann, Judith Hopfengärtner, Laura Kälin
  • Projektteam
    Judith Hopfengärtner, Matthias Baumann, Ronnie Stirnimann, Markus Christen, Thomas Baumann, Wiebke Scharenberg, Karin Ungerer, Konstantin Tan, Fermin Garrote
  • Fotografie
    diverse

Das neue Alterszentrum St. Anna bietet 48 Pflegeplätze und 18 Appartements für begleitetes Wohnen mit allen infrastrukturell erforderlichen Dienst- und Nebenräumen. Das bestehende Gemeinschaftszentrum wurde integriert und mit Mehrzwecksaal, Therapieräumen, Spitex, Bistro und administrativen Räumen erweitert.

Prägend für den Ort ist der überwältigende Blick über den Vierwaldstättersee in die Alpen. Das neue Gebäude trägt dem Wunsch nach einer gelebten Spiritualität im Alltag Rechnung. Dabei finden Themen wie ruhige, stimmige Proportionen, sinnliche Materialien und Lichtstimmung besondere Beachtung.  Der neue Baustein wirkt aus der Ferne als heller, scharfkantig geschnittener Monolith mit regelmässiger Gliederung. Aus der Nähe tritt die feine Textur der der Oberflächen in den Vordergrund. Die Verwendung von hellem Ziegel stellt einen Bezug zur Tätigkeit der St. Anne-Schwestern in Indien und Afrika her. Aus dem Bericht der Preisgerichts :“Die Form wird präzise auf aussenräumliche, städtebauliche Bezugspunkte ausgerichtet und entwickelt. So stuft sich der westliche Abschluss in Anlehnung an die steile Topografie und die angrenzende Bebauung gekonnt ab und das östliche Ende des Gebäudes verjüngt sich und gibt dadurch der bestehenden Kapelle ihren notwendigen Aussenraum. (…)

Gesamthaft handelt es sich um ein Projekt, welches die städtebaulichen, aussenräumlichen und architektonischen Qualitäten virtuos bespielt und in der detaillierten, innenräumlichen Ausgestaltung in hohem Masse zu überzeugen vermag. Die spezielle identitätsstiftende, übergeordnete Detaillierung und Materialisierung verbindet die Gesamtanlage inklusive der St. Anna-Kapelle zu einem neuen Ganzen. Auf die Inhalte der Schwesterngemeinschaft und deren Spiritualität wird sehr gezielt verwiesen und eingetreten.“