Wettsteinpark Luzern

  • Auftraggeber
    Anliker AG (Emmenbrücke)
  • Wettbewerbsverfahren
    Investoren- und Projektwettbewerb 2007: 1. Preis
  • Verantwortliche Partner
    Benedikt Rigling & René Bosshard
  • Projektteam
    Thomas Baumann, Vanessa Mantei

Sowohl der öffentliche Anspruch der Luzerner Stadtbevölkerung an die Anlage des einstigen Schaugartens als wichtiger Erholungsraum als auch das ökonomische Interesse der Stadtgärtnerei prägen in unterschiedlichem Ausmass das Erscheinungsbild und die Stimmung des Wettsteinparks bis heute. Der bevorstehende Auszug der Stadtgärtnerei und das Überbauungsvorhaben läuten das Ende des Parks als gärtnerische Produktionsstadt ein. Mit der gezielten Platzierung der beiden Neubauten als Ensemble mit der Villa Friedheim im oberen Teil des Grundstucks ist es möglich, fast den gesamten oberen Teil des Areals als grosszügige Parkfläche zu gewinnen. Somit wird die nutzungsbedingte Zweiteilung des Parks aufgehoben.
Die vier landschaftlichen Parkkammern mit ihrem alten Baumbestand und Wegfragmenten, welche auf das ursprüngliche Konzept des Schaugartens zurückzuführen sind, sollten unter Berücksichtigung ihres gartendenkmalpflegerischen Werts instand gestellt werden. Dabei wird der Spielplatz und dessen Zugangswege neu gestaltet. Fliessend wird die Topographie dieser untersten Ebene bis an die alte Stützmauer unterhalb der Villa Friedheim weiter geführt. Die vermutlich von Gustav Moosdorf 1872-1877 auf dem höchsten Aussichtspunkt entworfene und erbaute Villa erhält optisch einen grösseren Stellenwert.