Neubau Alterszentrum St. Anna Luzern

  • Auftraggeber
    St. Anna Stiftung Luzern
  • Wettbewerbsverfahren
    Projektwettbewerb 2016: 1. Preis
  • Verantwortliche Partner
    Matthias Baumann & René Bosshard
  • Projektteam
    Judith Hopfengärtner (PL), Antonia Forster, Laura Kälin, Kristel Rindlisbacher-Guzman
  • Landschaftsarchitektur
    Raymond Vogel Landschaften AG (Zürich)

Das Programm sieht die Schaffung von 48 Pflegeplätzen und 18 Wohnungen für begleitetes Wohnen mit allen infrastrukturell erforderlichen Dienst- und Nebenräumen vor. Das bestehende Gemeinschaftszentrum soll integriert und mit Mehrzwecksaal, Therapieräumen, Spitex, Bistro und administrativen Räumen erweitert werden.
Das neue Gebäude soll Dauerhaftigkeit und Wertigkeit ausstrahlen, dabei aber gleichzeitig schlicht und unprätentiös wirken. Die innenräumliche Ausgestaltung trägt dem Wunsch nach einer gelebten Spiritualität im Alltag Rechnung. Dabei finden Themen wie ruhige, stimmige Proportionen, sinnliche Materialien und Lichtstimmung besondere Beachtung.
Prägend für den Ort ist  der überwältigende Blick über den Vierwaldstättersee in die Alpen. Der neue Baustein wirkt aus der Ferne als heller, scharfkantig geschnittener Monolith mit regelmässiger Gliederung. Aus der Nähe tritt die feine Textur der der Oberflächen in den Vordergrund. Die Verwendung von hellem Ziegel stellt einen Bezug zur Tätigkeit der St. Anne-Schwestern in Indien und Afrika her.
Aus dem Bericht der Preisgerichts :“Die Form wird präzise auf aussenräumliche, städtebauliche Bezugspunkte ausgerichtet und entwickelt. So stuft sich der westliche Abschluss in Anlehnung an die steile Topografie und die angrenzende Bebauung gekonnt ab und das östliche Ende des Gebäudes verjüngt sich und gibt dadurch der bestehenden Kapelle ihren notwendigen Aussenraum. (…)

Gesamthaft handelt es sich um ein Projekt, welches die städtebaulichen, aussenräumlichen und architektonischen Qualitäten virtuos bespielt und in der detaillierten, innenräumlichen Ausgestaltung in hohem Masse zu überzeugen vermag. Die spezielle identitätsstiftende, übergeordnete Detaillierung und Materialisierung verbindet die Gesamtanlage inklusive der St. Anna-Kapelle zu einem neuen Ganzen. Auf die Inhalte der Schwesterngemeinschaft und deren Spiritualität wird sehr gezielt verwiesen und eingetreten.“