Sekundarstufenzentrum Burghalde Baden

  • Auftraggeber
    Stadt Baden, Planung und Bau
  • Wettbewerbsverfahren
    Projektwettbewerb 2013: 1. Preis
  • Verantwortliche Partner
    Matthias Baumann & Benedikt Rigling
  • Projektteam
    Judith Hopfengärtner, Roman Muff, Martina Wäckerlin
  • Landschaftsarchitektur
    Raymond Vogel Landschaften (Zürich)
  • Bauingenieur
    Blesshess AG (Luzern)
  • Visualisierung
    Atelier Brunecky Zürich

Aufgabe war es, ein umfangreiches, komplexes Raumangebot für etwa 1000 Schüler innerhalb eines historischen Parks mit wertvoller, teils denkmalgeschützter Bausubstanz, zu verwirklichen. Neben der bedeutenden Villa Burghalde (Karl Moser, 1904) wird der Gesamteindruck durch das ebenfalls unter Schutz stehende, architektonisch wertvolle Schulgebäude (1927) von Otto Dorer massgeblich geprägt. Das Projekt stellt den ursprünglichen Charakter und die Grosszügigkeit des ehemaligen Parks von Evariste Mertens wieder her und macht die gewonnenen Qualitäten für das neue Schulzentrum nutzbar. Ein grüner Freiraum bildet das räumliche Zentrum der Anlage und kann durch die angelagerten Nutzungen zu einem intensiv erlebten Begegnungsraum und zu einer Oase des Auftankens und Sich- Zurückziehens werden. Der originale Park wird mit Blick auf die heutigen Ansprüchen der Schulnutzung neu interpretiert. Geschnittene Hecken und Spaliere säumen die Stützmauern brüstungshoch, so dass von unten das Bild eines gestaffelten, geschlossenen Grünraums entsteht.
Das schützenswerte Schulhaus Burghalde soll die Anlage weiterhin zusammen mit der Villa Burghalde dominieren. Die lange, regelmässige dreigeschossige Fassade und der imponierende Turmbau des Schulhauses Burghalde 1 sind bereits wenige Schritte nach Betreten des Areals sichtbar. Eine breite Treppe in der Sichtachse der Villa Burghalde bildet vom Eingangsniveau aus die Haupterschliessung für die Ebene 1, auf der sich die Hauptzugänge für alle Gebäude der Anlage befinden. Zwei neue, sorgfältig proportionierte Bauten treten fünf- bzw. viergeschossig als klare Volumen auf beiden Seiten des Parks in Erscheinung und flankieren den terrassierten Aussenraum vor der Villa. Sie beinhalten die clusterartig organisierten Unterrichtsräume und die Fachschulzimmer.
Entlang dieser Ebene ist ein doppelgeschossiger Bau mit Pausenhalle und Mensa dem Schulhaus Burghalde 1 vorgelagert. Der grosszügige, hohe, zusätzlich durch Oblichter erhellte  Raum entlang des Pausenplatzes bildet den Mittelpunkt der Schulanlage und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Er dient für Ausstellungen, für die Präsentation von Projektarbeiten, für Eltern- und Infoabende, vor allem jedoch als zentraler Begegnungsort. Während das Projekt bei der Positionierung und Ausgestaltung der einzelnen Gebäude Masstäblichkeit und Intimität  anstrebt, soll hier die Idee der „Schule unter einem Dach“ sichtbar werden.