Sanierung Josef-Schryberstrasse 3-5-7 Kriens

  • Auftraggeber
    Liberale Baugenossenschaft Kriens
  • Wettbewerbsverfahren
    Studienauftrag auf Einladung 2010: 1. Preis
  • Realisierung
    2011-2014
  • Verantwortlicher Partner
    Matthias Baumann
  • Projektteam
    René Bosshard, Benedikt Rigling
  • Andreas Haug (PL)
  • Fachplaner
    Bauingenieure ewp bucher dillier AG Luzern, Martinelli & Menti AG Luzern, Wasmer Engineering und Kommunikationstechnik Kriens
  • Fotograf
    Leonardo Finotti São Paulo/Brazil, Franz Rindlisbacher Zürich

Der Studienauftrag beinhaltete einen Umbau- oder Ersatzneubauvorschlag für drei gleiche Genossenschaftshäuser der LBK in Kriens. Aufgrund der vorgefundenen Qualitäten der bestehenden Gebäude, welche Anfang der 60-iger Jahre gebaut wurden, haben wir auf die Einreichung einer Neubauvariante verzichtet und uns darauf konzentriert, einen Vorschlag auszuarbeiten, welcher die Gebäude und die darin liegenden Wohnungen den heutigen Bedürfnissen anpasst. Dies bedeutete gezielte und selbstbewusste Eingriffe in die bestehende Grundriss-Substanz. Die Zimmergrössen wurden optimiert, gleichzeitig wurde das Gebäude den aktuellen Erdbebenanforderungen angepasst. Im Regelgrundriss finden neu je eine 2 ½-, eine 3 ½- und eine 4 ½- Zimmerwohnung Platz. Diesen Wohnungen vorgelagert wird ein auf die gesamte Gebäudelänge bezogener neuer Balkon. Dessen Brüstung wird in Analogie zur bestehenden Brüstung beim Laubengang in einem vor Ort gemauerten Klinkermauerwerk ausgebildet. Durch regelmässige Abstände zwischen den einzelnen Steinen entsteht eine Halbtransparenz. Der Balkon wird innerhalb der Wohnungen als räumliche Erweiterung wahrgenommen, er wird zu einer Art Aussenzimmer. Die verspielt angeordneten vertikalen Mauerscheiben, welche statische Funktion übernehmen, schaffen willkommene Zonen des „sich zurück ziehens“. Im Attikageschoss finden zwei 3 ½-Zimmerwohnungen mit vorgelagerter grosszügiger Terrasse Platz, welche einen herrlichen Ausblick auf den Pilatus ermöglicht. Bei der Wahl der Materialien und Farbigkeit wird der Bezug zum Bestand und zum Quartier gesucht. Die neue renovierte Siedlung soll den „Geist“ der Genossenschaftswohung bewahren und die Häuser trotzdem auf angemessene Art aktualisieren.