Baufeld G Europaallee HB Zürich

  • Auftraggeber
    Schweizerische Bundesbahn SBB
    Immobilien Development Europaallee
  • Wettbewerbsverfahren
    Wettbewerb mit Präqualifikation 2008
    Überarbeitung 2009: 1. Preis
    ARGE mit Graber Pulver Architekten AG Zürich
  • Realisierung
    2012–2015
  • Generalplanerteam
    Graber Pulver Architekten AG Zürich und
    Masswerk Architekten AG Luzern/Zürich
    Ingenieurbüro Walt+Galmarini AG Zürich
    Advens AG Zürich
  • Verantwortlicher Partner
    René Bosshard
  • Projektteam
    Matthias Baumann, Benedikt Rigling
  • Piero Pittalis (PL), Friederike Arck, Thomas Baumann, Maria Behr, Franziska Gallien
  • Fachplaner
    CH-Ingenieure GmbH Zürich, Bakus Bauphysik & Akustik GmbH Zürich
  • Fotograf
    Georg Aerni Zürich

Das zu bebauende Feld ist begrenzt durch Strassenräume unterschiedlicher Grösse und Wichtigkeit. Die Volumetrie des Bebauungsvorschlags wird diesem Umstand gerecht.
Auf einer blockrandartigen Basis entwickelt sich ein kraftvoller Gebäudekörper mit zwei Türmen (Residenzturm und Gull-Turm), der sich in grossstädtischer Anmutung selbstverständlich in die neue Silhouette des Stadtraumes HB eingliedert und den stadträumlichen Kristallisationspunkt Gustav-Gull Platz am Schnittpunkt aus Europa-Allee/Lagerstrasse und Kanonengasse markiert. Durch den räumlichen Versatz der beiden Türme sind die Visibilität sowie die Fernsicht für beide gewährleistet: Die neue Stadt wird in ihrer räumlichen Tiefe erlebbar.
Entlang der schmalen Gasse zwischen Baufeld G und Stellwerk nimmt sich der Blockrand in seiner Höhe zurück, an der Europa- Allee/Lagerstrasse antwortet er auf den Massstab der anschliessenden Wohnbauten. Durch die Höhenstaffelung des Blockrands entsteht eine volumetrische Verschränkung: Das Neue verschmilzt mit dem Ort.
Die beiden Turmbauten bilden die Basis für die Wohnnutzungen. Im höheren Gustav-Gull-Turm kommen die Eigentumswohnungen zu liegen. Im tieferen Turmbau befinden sich die 77 Alterswohnungen der Residenz di Gallo, welche von kleinen 2.5 Zimmerwohnungen bis grosszügigen 4.5 Zimmerwohnungen reichen, bei Raumhöhen von 2.6 bis 3.20 Metern. Eine Wellnessanlage befindet sich auf der Dachterasse West des 12. OGs und bietet einen Ruhepol inmitten urbaner Dynamik.
Die Pflegeabteilung im ersten Obergeschoss ist mit 16 Pflegezimmern ausgestattet, einem Pflegebad sowie einem gemeinschaftlichen Aufenthaltsraum. Öffentliche Nutzungen im Erdgeschoss erweitern das Angebot der Residenz: Restaurant, Coffee Shop, Fumoir und Weinkeller, sowie die Rezeption im doppelgeschossigen Luftraum und der auf gleicher Ebene liegende Verwaltungsbereich der Residenz.
Infrastrukturräume wie Wäscherei, Personalgarderoben, Küchennebenräume, sowie Einstellhalle und umfangreiche Keller- und Lagerräumlichkeiten liegen in den beiden Untergeschossen.